ILK Dresden
 
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Emissionsverringerung an PKW-Klimaanlagen

Auftraggeber: BMWi (Projektträger Euronorm GmbH)
Zeitraum: 05/2007-10/2009
Status:
Partner: www
Kontakt:
Dr.-Ing. Jörg Braumöller      +49 - 351 - 4081- 759     

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Maßnahmen zur Umsetzung der F-Gaseverordnung

Aufgrund überdurchschnittlicher Emissionen klimawirksamer Kältemittel besteht an Fahrzeugklimaanlagen aus ökologischer Sicht ein dringender Handlungsbedarf. Die Politik reagierte auf diesen Sachverhalt mit der EU-Richtlinie 2006/40/EG, einer speziellen Regelung für Fahrzeugklimaanlagen in Ergänzung zur Verordnung (EG) 842/2006, der sogenannten F-Gaseverordnung. Darin wird ab 1. Januar 2008 für Neufahrzeuge eine maximal zulässige Gesamtleckrate von 40 g Kältemittel pro Jahr (60 g bei zwei Verdampfern) festgelegt.

Diese Forderung hat für die Automobilindustrie erhebliche Folgen. Zum einen müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, sie zu erfüllen, zum anderen die Mittel gefunden werden, ihre Einhaltung zu überwachen bzw. nachzuweisen. Das bedeutet erstens die bisherigen Komponenten der Klimaanlage und deren Montageprozeß anzupassen und zweitens eine Prüftechnologie zu entwickeln, die in der Lage ist, mit vertretbarem Aufwand die notwendige Nachweisempfindlichkeit zu erbringen.

In diese Vorgänge ist das ILK-Dresden mit dem Projekt „Emissionsverringerung an PKW-Klimaanlagen“ einbezogen. Schwerpunkte der Arbeit sind dabei:

  • Grundlagenuntersuchungen zum Leckageverhalten von PKW-Klimakreisläufen, insbesondere zum Einfluß des Schmieröls
  • Qualifizierung eines Dichtheitsprüfprozesses genügender Nachweisempfindlichkeit
  • konstruktiv-technologische Verbesserung am Kreislauf, insbesondere der Montagestellen

Für die Arbeiten wurde ein Prüfstand errichtet, auf dem an einem realen PKW-Klimakreislauf verschiedene Betriebszustände simuliert werden können. Durch Präparation des Kreislaufs mit definierten Lecks und Überwachung durch einen selektiven Gasdetektor gekoppelt mit einer Meßwerterfassung kann so ein genauer Einblick in das Verhalten von Lecks gewonnen werden. Diese Erkenntnisse sollen die Basis einer effektiven Dichtheitsprüfung werden.

Parallel dazu wurden die gegenwärtig üblichen Blockverschraubungen konstruktiv überarbeitet. Dabei wurde das Dichtprinzip so verändert, dass sich Montagesicherheit und Dichtfähigkeit deutlich verbessern, die einfache, zügige Montage jedoch erhalten bleibt.


 
 
 
geändert am  17.03.2009