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2025

Gewinner des Sächsischen Staatspreises für Transfer – Kategorie Ausgründung: Das ILK Dresden und die AQVA Synergy GmbH stehen für erfolgreiche Deep-Tech-Ausgründung und resiliente Energielösungen.

Gewinner des Sächsischen Staatspreises für Transfer – Kategorie Ausgründung: Das ILK Dresden und die AQVA Synergy GmbH stehen für erfolgreiche Deep-Tech-Ausgründung und resiliente Energielösungen.

Im Zentrum steht die Ausgründung AQVA Synergy – ein innovatives Start-up aus dem ILK Dresden. Ziel ist die Nutzung natürlicher und künstlicher Wasserreservoire als ganzjährige, stabile Wärmequelle. Grundlage ist die hocheffiziente Flüssigeistechnologie, die einen entscheidenden Beitrag zur Sektorkopplung und zu klimaneutralen Quartierslösungen leistet. Sie ermöglicht die intelligente Verknüpfung von Wärme, Kälte und Strom und erhöht die Resilienz urbaner Energiesysteme.

Zentraler Vorteil für die Umwelt

Wasser als natürliches Kältemittel ist emissionsfrei, sicher und nachhaltig. Dadurch werden CO₂-Emissionen reduziert und fossile Energieträger ersetzt. Die Technologie bietet hohe Effizienz, flexible Integration und wirtschaftliche Skalierbarkeit für Städte und Kommunen. Die enge Partnerschaft zwischen Forschung und Start-up zeigt, wie aus exzellenter Wissenschaft marktfähige Innovation entsteht.

Flüssigeiserzeugung

2024

INNOspace Masters Wettbewerb – DLR-Call gewonnen!

Der 1. Platz in der Challenge „Applied Research for Disruptive Innovation“ der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR geht an „StellarHeal“, eine innovative Lösung für Wundversorgung und Wundheilung im Weltraum. Zum Konsortium zählen das Institut für Luft- und Kältetechnik (Holger Reinsch, ILK Dresden), Fraunhofer ISC, Fraunhofer ITEM (Dr. Dieter Groneberg, Dr. Bastian Christ) sowie die Medizinische Hochschule Hannover (Prof. Nico Lachmann). Am 9. Oktober 2024 wurden die Gewinner des internationalen Innovationswettbewerbs INNOspace Masters Competition in Berlin ausgezeichnet. 445 Teilnehmende aus 24 Ländern reichten 199 Beiträge ein.

Die Herausforderung: gestörte Wundheilung durch Mikrogravitation und Strahlung. StellarHeal beschleunigt Heilungsprozesse, reduziert Infektionsrisiken und steigert Ressourceneffizienz. Kern ist ein hämostatisches Fasergerüst mit biologisch abbaubaren Eigenschaften, geeignet auch für chronische Wunden auf der Erde. Zentrale Rolle spielt das ILK Dresden: Das LifeScience-Team entwickelt ein kryokonservierbares Zellträgergel für Raumfahrtmedizin und regenerative Medizin. Es erhält Zellen langfristig, positioniert sie präzise, verschließt Wunden temporär und liefert Nährstoffe für sofortige Zellaktivität. Aufgabenoptimierte Zellen fördern Gewebeumbau und hemmen Fibrose sowie Infektionen.

Mit über 30 Jahren Erfahrung bietet das ILK Dresden ISO 9001-zertifizierte Labore und umfassende Analytik für Medizinprodukte, Biotechnologie und Pharmazie. Damit stärkt das Projekt Technologietransfer, NewSpace Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Biomaterialentwicklung

2022

„ColdHubs“ gewinnt den Harvard Roy Award – ein Meilenstein für nachhaltige Kühlketten in Afrika.

Der renommierte Preis zeichnet alle zwei Jahre innovative Partnerschaften aus, die Umwelt- und Klimaschutz vorantreiben. ColdHubs überzeugt mit energieeffizienten, solarbetriebenen Kühlräumen, die gezielt die Kühlkettenlücke in Nigeria und auf dem afrikanischen Kontinent schließen. Dadurch werden Nachernteverluste drastisch reduziert, Einkommen gesteigert und Ernährungssicherheit verbessert.

Das Projekt adressiert eine zentrale Herausforderung in Afrika: fehlende Infrastruktur für Kühlung, die zu erheblichen Lebensmittelverlusten führt. ColdHubs bietet eine skalierbare, nachhaltige Lösung für Landwirtschaft, Agrarlogistik und Food Supply Chains. Besonders Kleinbauern profitieren von längerer Haltbarkeit, besserem Marktzugang und höherer Wertschöpfung.

Das ILK Dresden spielte eine Schlüsselrolle: Es leitete die technische Forschung, entwickelte das Prototypendesign und optimierte energieeffiziente Kühlsysteme für tropische Bedingungen. Die Smallholders Foundation ergänzte dies durch regionale Expertise, Marktzugang und Umsetzung vor Ort.

Die Auszeichnung, entgegengenommen von Dr. Goldberg am 1. November 2022 in Harvard, unterstreicht die globale Relevanz des Projekts. ColdHubs stärkt nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz, erneuerbare Energien und wirtschaftliches Wachstum in Afrika.

2021

© Sächsische Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft

eku-innovativ Zukunftspreis 2021: Industrieforschungserfolg des ILK Dresden mit „AQVA-HEAT“

In diesem Jahr wurde das ILK Dresden gemeinsam mit der LuxChemtech GmbH mit dem eku - ZUKUNFTSPREIS für Energie, Klima, Umwelt in Sachsen ausgezeichnet. Prämiert wurde die Entwicklung eines Recyclingsprozesses für Lithiumbromid-Lösungen aus Absorptionskälteanlagen. Damit leistete das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und nachhaltiger Nutzung von Arbeitsstoffen in der Kälte- und Energietechnik.

Im Fokus steht das Forschungsprojekt „AQVA-HEAT“, geleitet von Christoph Steffan. Ziel ist die Nutzung von Oberflächengewässern als nachhaltige Wärmequelle für Nah- und Fernwärmenetze. Kerninnovation ist die Flüssigeistechnologie am Tripelpunkt von Wasser: Sie ermöglicht eine besonders effiziente Energieumwandlung und erzeugt gleichzeitig pumpfähiges Eis.

Der entscheidende Vorteil: Flüssigeis fungiert als flexibler, unabhängiger Energiespeicher mit hoher Speicherdichte. Wärme und Kälte können zeitlich entkoppelt erzeugt, gespeichert und bedarfsgerecht genutzt werden. Das erhöht Versorgungssicherheit, Systemeffizienz und Resilienz in Quartiers- und Fernwärmelösungen.

Zudem ist Wasser als natürliches Kältemittel emissionsfrei, sicher und nachhaltig – ein klarer Beitrag zur CO₂-Reduktion und zur Wärmewende. AQVA-HEAT zeigt, wie angewandte Industrieforschung innovative, skalierbare Lösungen für klimaneutrale Energiesysteme liefert.

Im darauffolgenden Jahr wurde das Projekt zudem für den Deutschen Rohstoffeffizinez-Preis nominiert. In diesem Zusammenhang entstand auch ein Video, welches einen Einblick in das Projekt zeigt:

Zum Projektvideo

2018

Deutscher Kältepreis 2018: Effizienzsprung durch Innovation von EAW Energieanlagenbau und ILK Dresden.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) zeichnete am 6. Mai 2018 herausragende Kältetechnologien aus. In der Kategorie „Kälte- oder klimatechnische Innovation“ erreichten EAW Energieanlagenbau GmbH und das ILK Dresden den 2. Platz – ein starkes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und KMU.

Im Fokus steht die neu entwickelte Absorptionskälteanlage WEGRACAL C mit dem natürlichen Kältemittel Wasser. Die Technologie nutzt industrielle Abwärme, KWKK-Prozesse und Solarenergie und ermöglicht so eine hocheffiziente, nachhaltige Kälteerzeugung mit minimalem Stromverbrauch.

Der entscheidende Effizienzgewinn: Durch den erstmaligen Einsatz kompakter Plattenwärmeübertrager konnte das Anlagenvolumen bei gleicher Leistung um bis zu 40 % reduziert werden. Gleichzeitig sinken Materialeinsatz, Betriebskosten und interner Energiebedarf signifikant. Diese Entwicklung steigert die Energieeffizienz, verbessert die CO₂-Bilanz und ermöglicht wirtschaftlich attraktive Lösungen für Industrie und Gebäudetechnik.

Das ILK Dresden brachte seine umfassende Forschungsexpertise in Thermodynamik und Systemdesign ein, während EAW als innovatives KMU die industrielle Umsetzung realisierte.

2016

Deutscher Kältepreis 2016: Industrieforschungserfolg des ILK Dresden.

Am 11. April 2016 überreichte Umweltministerin Barbara Hendricks den mit 10.000 Euro dotierten Preis für die beste Innovation an ILK-Projektleiter Marcus Honke. Mit einem auf Flüssigeis basierenden System zur hocheffizienten Speicherung und Verteilung von Energie sicherte sich das ILK Dresden den ersten Platz. Die Entwicklung steht exemplarisch für erfolgreiche Industrieforschung und Technologietransfer in der Kältetechnik.

Der zentrale Vorteil der Flüssigeistechnologie liegt in ihrer hohen Speicherdichte und exzellenten Wärmeübertragung. Dadurch lassen sich Lastspitzen reduzieren, Kälte bedarfsgerecht bereitstellen und CO₂-Emissionen nachhaltig senken. Dies macht die Technologie zu einem Schlüsselbaustein für klimafreundliche Kühlung und die Energiewende.

Der Deutsche Kältepreis, vergeben durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), würdigt innovative, emissionsarme Lösungen in der Kältetechnik. Insgesamt ist der Wettbewerb mit 52.500 Euro dotiert.

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