Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel bereits etwas älter ist und die darin enthaltenen Informationen möglicherweise nicht mehr aktuell sind.
Automatischer Verdichterleistungsprüfstand als Gasschleife mit niedriger Füllmenge
Die seit Anfang 2015 geltende neue F-Gaseverordnung [Verordnung (EU) Nr. 517/2014 über fluorierte Treibhausgase] reglementiert die Verwendung von fluorierten Kältemitteln mit hohem GWP-Wert relativ stark und hat zur Folge, dass vermehrt natürliche Kältemittel bzw. Low-GWP-Kältemittel eingesetzt werden. Viele von diesen Ersatzstoffen sind mehr oder wenig stark brennbar bzw. auch teilweise toxisch. In Abhängigkeit von diesen Eigenschaften legen die einschlägigen Sicherheitsnormen (DIN EN 378, ISO 5149) maximale Füllmengen in Abhängigkeit von den Aufstellbedingungen etc. fest. Für kältetechnische Prüfstände gibt es verschiedene Ansätze, durch die Gestaltung des Prozesses die Füllmenge zu reduzieren. Dies ermöglicht es, relativ große Leistungen der Prüflinge, z.B. von Kältemittelverdichtern, mit relativ kleinen Füllmengen zu erreichen. So können Prüfstände in Aufstellbereichen installiert werden, die unter bisherigen Bedingungen dafür nicht geeignet waren.Projektziel
Der Einsatz einer Gasschleife zur Leistungsermittlung von Verdichtern bietet folgende Vorteile:- kleine Kältemittelfüllmengen
- niedriger apparativer Aufwand
- geringer Energieverbrauch
- schnelles Erreichen der Beharrungszustände
Lösungsansatz und Entwicklungsschritte
Die Problemstellungen zur Betriebsführung von Gasschleifen mit niedriger Füllmenge erforderten die Entwicklung neuer Verfahren und Apparaturen mit folgenden Schwerpunkten:- Anordnung des Nachspeisesystems zur Füllmengenregelung
- spezifisches Dosierungsverfahren inklusive Prozessautomatisierung
- Anordnung und Verfahren zur Gaskreisinnenvolumenänderung