Motivation
In Zeiten immer stärkerer Anforderungen an die technischen Eigenschaften von Gebäuden ist eine maschinelle Konditionierung der Raumluft oft unerlässlich. Insbesondere bei großen Nicht-Wohngebäuden können die Systeme der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sehr komplex sein (siehe Abbildung 1 für ein Kühlsystem). Hier ist besondere Sorgfalt bei der Inbetriebnahme der Systeme erforderlich, da eine Vielzahl voneinander abhängiger Parameter eingestellt werden muss. Von diesen Einstellungen hängt maßgeblich ab, ob die zuvor prognostizierte Energieeffizienz erreicht werden kann. Ungünstige Einstellungen führen oft zu einem wenig energieeffzienten Systemverhalten. In der Praxis treten jedoch häufig Probleme bei der Inbetriebnahme auf, wie zum Beispiel:
- vorgefertigte proprietäre Regelbausteine der Errichterfirmen für Mess-Sensor-Regelungstechnik behindern die freie Festlegung der energetisch optimaler Algorithmen (Standardlösungen dominieren, Speziallösung werden nicht umgesetzt)
- oft kein Volllasttest möglich, da das Wetter nicht geeignet ist (Auslegungsbedingungen sind demnach nicht reproduzierbar)
- Zeitdruck -> geringe Inbetriebnahmequalität
- (meist) nur eine Inbetriebnahme und keine vernünftige Einregulierung; erst recht keine energetische Optimierung (gegenenfalls mit Trenddatenauswertung)
- fehlende Inbetriebnahmestandards im Bereich der Kältetechnik