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Arbeitsstoffdaten für Sekundärkreisläufe

Weitere Messungen können auf Anfrage durchgeführt werden.

Kristallisationstemperatur und Frostsicherheit

Norm: ASTM D 1177
Gerät: Durchsichtkryostat
Prinzip: Ein Reagenzglas mit der zu testenden Kühlsole wird in einem Durchsichtthermostaten unter ständigem  Rühren abgekühlt, bis eine Kristallbildung ohne merklichen Temperaturanstieg einsetzt. Die Temperatur beim Einsetzen der Kristallbildung bezeichnet man als Frostpunkt/Frostsicherheit.
Temperaturbereich:  –70 °C bis RT
Probemenge: 100 ml

Stockpunkt

Norm:  in Anlehnung an DIN EN ISO 3016
Gerät: Dewar mit Rührer/Durchsichtkryostat
Prinzip: Die zu prüfende Kühlsole wird in 3 K Schritten langsam abgekühlt, bis bei einer bestimmten Temperatur die Probe nicht mehr fließfähig ist. Die Temperatur bei der die Probe gerade noch fließfähig war und durch 3 teilbar ist wird angegeben.
Temperaturbereich:  –70 °C bis RT
Probemenge: 100 ml

Spezifische Wärmekapazität

Norm: ASTM D 3947 bzw. E 1269
Gerät: Dynamisches Differenzkalorimeter Setaram µDSC VII bzw. DSC Q200 TA Instruments
Prinzip: Die Differenz zwischen der Wärmemenge, die benötigt wird um die Temperatur einer Probe und einer Referenz zu erhöhen, wird als Temperaturfunktion ermittelt.
Temperaturbereich: -45 °C bis +90 °C im Druckbereich bis 20 bar -180 °C bis +700 °C bei Umgebungsdruck 
Druckbereich: 1 bis 100 bar
Empfindlichkeit: 0,2 µW
Messbereich: 1.7 - 2,5 kJ · kg–1 · K–1
Probemenge: 10 ml

Spezifische Wärmeleitfähigkeit

Gerät: Messzelle für stationäre Zylinderspaltmethode
Prinzip: Die zu messende Flüssigkeit bzw. das zu messende Gas befindet sich in einem Spalt, der von einem beheizten zylindrischen Innenkörper und einem entsprechend geformten Außenkörper gebildet wird. Dem Innenzylinder wird eine definierte Heizleistung zugeführt und, nachdem sich ein stationärer Wärmefluss eingestellt hat, wird die Temperaturdifferenz der Flüssigkeit im Messspalt mit Hilfe von Pt100-Widerstandsthermometern gemessen.
Temperaturbereich: -40 °C bis 140 °C
Druckbereich: 1 bis 100 bar
Messbereich: 50 - 1000 mW · m–1 · K–1
Probemenge: 250 ml

Dampfdruck

Gerät: Dampfdruckmesszelle (~ 500cm3) mit Magnetkupplung
Prinzip: Die Messzelle wird temperiert und der Dampfdruck mittels direkter Methoden gemessen. Die Messunsicherheit beträgt nur 0,15 % vom höchsten Wert des eingesetzten Drucksensores (Bsp. 1, 10, 30, 300 bara).
Temperaturbereich: -60 bis 140 °C
Druckbereich:  10-3 bis 130 bar
Probemenge: 500 ml

Dampfdruck von flüssigen Schmiermitteln (von wässrigen Lösungen) nach der Methode des Isoteniskopes

Norm: ASTM D 2879
Gerät: Isoteniskop (Eigenbau)
Prinzip: Die zu untersuchende Flüssigkeit befindet sich in einem U-förmigen Rohr. Nach dem Ausheizen wird die Flüssigkeit schrittweise abgekühlt. Im U-Rohr entsteht ein Dampfraum aus gasförmigen Flüssigkeitsmolekülen (Öl oder Kühlsole). Die Flüssigkeit dient dabei selber als Sperrflüssigkeit. Mit Hilfe von Stickstoff werden die Menisken im U-Rohr auf gleicher Höhe gehalten. Der Druck des Stickstoffes entspricht dann dem Druck der Flüssigkeit und kann mit hinter geschalteten Drucksensoren abgelesen werden. Dieses Verfahren ist eine in REACH erwähnte Methode zur Dampfdruckmessung von reinen Flüssigkeiten.
Temperaturbereich: -40 °C bis 180 °C
Druckbereich:  1 bis 1000 mbar
Probemenge: 250 ml

Dichte

Norm: DIN 51757
Gerät: Biegeschwingermesszelle DPR 412 Y /DMA 60 (Anton Paar)
Prinzip: Ein U-Rohr mit einer definierten Probenmenge wird in Schwingung versetzt. Die Eigenfrequenz der Messanordnung ist von der Masse abhängig und dient der Berechnung der Dichte.
Temperaturbereich: -10 °C bis 140 °C
Druckbereich: 1 bis 160 bar
Messbereich: 600 bis 1300 kg · m–3
Viskosität: < 15.000 mm2 · s-1
Probemenge: 250 ml

Dynamische Viskosität

Norm: ASTM D 445 & D 7483
Gerät:  Schwingkolbenviskosimeter der Firma CVi
Prinzip: Ein Kolben wird elektromagnetisch in einem Zylinder auf und ab bewegt. Die Zeit, welche für einen Durchlauf benötigt wird, ist direkt mit der Viskosität der Flüssigkeit verbunden.
Temperaturbereich: -40 bis 140 °C
Druckbereich: 1 bis 160 bar
Messbereich: 0,2 -20.000 mPa · s
Probemenge: 50 ml

Reservealkalität

Norm: ASTM D 1121
Gerät: Methrom Tritrino
Prinzip: Reservealkalität sind die Milliliter einer 0,100 N HCl, welche benötigt werden um 10 ml einer Probe bis zu dem pH-Wert 5,5 zu titrieren
Probemenge: 10 ml

Korrosionstest

Norm: ASTM D 1384
Prinzip:  Pakete mit Metallprüfkörpern werden in einer temperierten und belüfteten Kühlsole ausgelagert. Die Metallprüfkörper werden vor und nach der Prüfung optisch begutachtet sowie gewogen. 
Temperatur:  88 ± 2 °C
Probemenge:  3 l (Dreifachbestimmung)

DSC Messungen

Norm: diverse
Gerät: Dynamisches Differenzkalorimeter µDSC VII – Setaram bzw. DSC Q 200 – TA Instruments
Prinzip:    Neben der Wärmekapazität fester und flüssiger Stoffe sind folgende Stoffparameter  mit der dynamischen Differenzkalorimetrie am ILK messbar: Schmelz- und Kristallisationsenthalpien und -temperaturen Speicherkapazität von PCM nach RAL-Standardverfahren Glasübergang von Kunststoffen Zersetzungsenthalpien und -temperaturen Reaktionsenthalpien (auf Anfrage auch druckabhängig) Auf Anfrage: Absorptionsenthalpie von Gasen in Gasspeichermaterialien (z.Bsp. Zeolithe)
Temperatur: -40 °C bis 750 °C
Druckbereich: 1 bar (gesamter Temperaturbereich); 1 bis 100 bar (-45 bis 90 °C)
Probemenge: 1 ml bzw. 1 g