Zum Hauptinhalt springen

Einsatzbereiche

Verfahren für Flüssigkeiten wie Kältemittel, Öle, Wärmeträgerflüssigkeiten und wässrige Lösungen; Messbereich: -40 °C bis 450 °C (DSC Messungen) bzw. -40°C - 120 °C (Wärmeleitfähigkeit)

Zielstellung

Präzise thermophysikalische Charakterisierung von Fluiden – ermöglicht die zuverlässige Bestimmung von Wärmeleitfähigkeit und weiterer thermischen Stoffgrößen auch unter realitätsnahen Temperatur- und Druckbedingungen.

Beschreibung

Die Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit erfolgt in einer Messzelle nach der stationären Zylinderspaltmethode. Dabei befindet sich die zu untersuchende Flüssigkeit in einem ringförmigen Spalt zwischen einem beheizten Innenzylinder und einem konzentrisch angeordneten Außenkörper. Durch die Zufuhr einer definierten Heizleistung stellt sich ein stationärer Wärmefluss ein, und die Temperaturdifferenz im Fluid wird mittels präziser Pt100-Widerstandsthermometer erfasst. Die Untersuchungen können bei Drücken von bis zu 10 bar durchgeführt werden.

Mithilfe der dynamischen Differenzkalorimeter µDSC 7 evo (Setaram) bzw. DSC Q200 (TA Instruments) werden Wärmeströme in Abhängigkeit von der Temperatur gemessen, um charakteristische Stoffgrößen wie die spezifische Wärmekapazität, Phasenübergänge (Schmelzen, Kristallisation) sowie Reaktions- und Zersetzungsenthalpien zu analysieren. Auf Anfrage können auch Absorptionsenthalpien von Gasen in Gasspeichermaterialien (z. B. Zeolithen) bestimmt werden. Im Temperaturbereich von -40 °C bis 90 °C sind Untersuchungen bei Drücken von bis zu 100 bar möglich; auch außerhalb dieses Temperaturbereichs können Messungen bei erhöhten Drücken (> 1 bar) auf Anfrage durchgeführt werden.