Einsatzbereiche
Kältespeicherung mit hoher spezifischer und absoluter Kapazität; Kältelastverschiebung auf Zeitskalen von Stunden bis Monaten; Gewässerthermie bei sehr tiefen Temperaturen; Meerwasserentsaltung
Zielstellung
Die Vakuumflüssigeis-Technologie verbindet hohe Energieeffizienzen bei der Kälteerzeugung mit hohen thermischen Speicherdichten sowie eine im Vergleich zu Festeisspeichern hohe, zeitunabhängige Entladeleistungen. Kleine Fließgewässern niedriger Temperatur können als Quelle zur Wärmeversorgung erschlossen werden.
Beschreibung
Wasser als Kältemittel wird am ILK seit mehreren Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt. Wir betreiben im Institut Vakuumeiserzeuger sowohl auf Basis von Absorptionskältemaschinen (max. 15 kW Kälteleistung, -2 bis 0°C Schmelztemperatur) als auch mit mechanischen Verdichtern (80 kW bzw. 500 kW Kälteleistung, -5 bis 0 °C Schmelztemperatur). Gegenüber dem ebenfalls verfügbaren traditionellen Kratzeisverfahren (-30 bis 0°C, 10 kW) werden deutlich höhere Energieeffizienzen erreicht.
Zur Lagerung des Flüssigeises stehen Speichern mit 0,5 bis 85 m³ Fassungsvermögen zur Verfügung. In unserem Flüssigeisversuchsfeld werden Wärmeübertrager charakterisiert bzw. Amaturen und das Rohrleitungssystem zum Flüssigeistransport untersucht. Mithilfe unserer Chemieabteilung können wir in jedem Punkt des Prozesses Eisgehalt und Additivkonzentrationen präzise bestimmt werden.
Dank unserer Expertise und Flüssigeisinfrastruktur ist es uns möglich, den Prozess der Flüssigeiserzeugug und Nutzung inklusiver aller Anlagenkomponenten von Grund auf zu Überdenken und auf die Erfordernisse der Nutzer anzupassen.
Wir sind geübt darin, unsere Anlagen an anderen Orten temporär zu errichten, um beim Auftraggeber die Nutzung des Flüssigeises und den spezifischen Rahmenbedingungen zu erproben. Neben der Eiserzeugung sind auch Betriebsweisen als Kaltwassersatz oder zum Zwecke der Meerwasserentsalzung denkbar.