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Wie lassen sich historische Bausubstanz, moderne Gebäudetechnik und Artenschutz miteinander vereinen? Die energetische und denkmalgerechte Sanierung des Schlosses Königswartha zeigt, wie Forschungsergebnisse des ILK Dresden direkt in anspruchsvolle Bauprojekte einfließen und innovative Lösungen für die Praxis schaffen.

Im Auftrag des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) plant das ILK Dresden die sanitär-, heizungs-, raumlufttechnischen und gebäudeautomationsseitigen Anlagen sowie die geothermische Anlage des denkmalgeschützten Ensembles. Ziel ist eine zukunftsweisende, energieeffiziente Gebäudetechnik, die den hohen Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht wird und den Einsatz regenerativer Energien ermöglicht.

Eine besondere Herausforderung stellt der Schutz einer der größten Wochenstuben der Breitflügelfledermaus in Sachsen dar.

Da für die akustischen Anforderungen der Tiere keine normativen Vorgaben existieren, entwickelte das ILK Dresden ein wissenschaftlich fundiertes Messkonzept. Schallmessungen vor und nach der Sanierung dokumentieren den Ausgangszustand und sichern den Nachweis, dass die neuen raumlufttechnischen Anlagen die bestehenden Schalldruckpegel nicht überschreiten.

Darüber hinaus wurden im ehemaligen Ballsaal strömungs- und akustische Untersuchungen für ein neuartiges Quellluftsystem mit luftdurchlässigen Akustikwänden durchgeführt. Druckverlustmessungen und laseroptische Strömungsvisualisierungen lieferten die wissenschaftliche Grundlage für die Auslegung des Lüftungskonzepts.

Das Projekt verdeutlicht den Anspruch des ILK Dresden, Forschung, Messtechnik und Planung zu verbinden und wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die nachhaltige Sanierung historischer Gebäude zu übertragen.

 

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Ralph Rogge © Jan Gutzeit

Ralph Rogge

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