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Einsatzbereiche

Luftfilter und Filtermedien für die Aerosol-, Staub- und Gasabscheidung in den Bereichen Raumlufttechnik, Prozessabluft, Fahrzeugkabinen, Verbrennungszuluft, Absauggeräte

Zielstellung

Wir unterstützen Sie bei der Untersuchung und Optimierung Ihrer Luftfilterprodukte durch verlässliche Leistungsbewertungen an unseren Prüfständen. Für vergleichbare Ergebnisse erfolgen Prüfungen nach anerkannten internationalen Standards. Darüber hinaus entwickeln wir kundenspezifische Testmethoden für Sonderanwendungen oder Forschungsaufgaben.

© ILK Dresden
Prüfstand für Raumluftfilter nach ISO 16890

Beschreibung

Wir testen und charakterisieren Ihre Filtermedien, Filterelemente und Gerätetechnik zur Luftreinhaltung. Abhängig von Größe, Volumenstrom und gewählter Testmethode nutzen wir den passenden Prüfstand aus unserem Technikum. Zur Verfügung stehen ein Prüfstand nach VDI 3926 bzw. DIN ISO 11057 für abreinigbare Filtermedien, ein Prüfstand nach DIN 71460 bzw. ISO 11155 für Fahrzeugkabinenfilter sowie ein Prüfkanal nach EN 779 bzw. ISO 16890 für die Raumluftfiltration. Zur Anpassung an den Messauftrag kann diese grundständige Prüftechnik mit verschiedenen Erweiterungen versehen oder flexibel umgebaut werden. Zudem realisieren wir temporäre individuelle Prüfaufbauten nach Kundenwunsch für spezielle Messdienstleistungen und Forschungsaufgaben.

 

Partikelfilter

Filtertests aller Formen und Klassen kurzgefasst:

  • Prüfung von Medium, Filterelement oder Gesamtgerät
  • Abscheideeffizienz, Differenzdruckverhalten, Staubspeicherkapazität, Abreinigungsverhalten
  • Größen: 1 cm bis 6 m
  • Volumenstrom: 0,5 bis 5.000 m³/h

Zugehörige Teststandards, nach denen wir Filter prüfen und klassifizieren, sind VDI 3926 bzw. DIN ISO 11057, DIN 71460-1 bzw. ISO 11155-1, EN 779, DIN EN ISO 16890, ASHRAE Standard 52.2, DIN EN 1822 bzw. ISO 29463, ISO 5011. Zu den typischen Kennwerten von Partikelfiltern gehören neben der Abscheideleistung das Differenzdruckverhalten und die Speicherkapazität. Weitere Untersuchungen können hinsichtlich Alterungsverhalten, Abreinigung, Berstverhalten oder Lecksuche erfolgen. Erfahrungen bestehen auch bei Messungen an real eingesetzten Filtern und besonderen Filtermaterialien wie z.B. porösen Schäumen oder vitalen Pflanzen.

 

© ILK Dresden
Prüfstand für Kabinenfilter zur Partikel- und Gasabscheidung nach DIN 71460 / ISO 11155

Gegenüber Aerosolen wird üblicherweise der Fraktionsabscheidegrad bestimmt. Abhängig vom Größenbereich kommen hierfür beispielsweise optische Partikelspektrometer, aerodynamische oder elektromobilitätsbasierte Partikelklassierer zum Einsatz. Gegenüber Stäuben bestimmen wir sowohl die größenaufgelöste Effizienz als auch die gravimetrische Abscheideleistung mittels Absolutfiltermethode. Für die Dosierung von Aerosolen und Stäuben steht moderne Gerätetechnik zur Verfügung, mit der sowohl standardisierte Teststoffe (z.B. Arizona Fine Dust, Pural NF, DEHS-Aerosol, KCl-Aerosol) als auch reale Stäube aus der Anwendung oder spezielle Aerosole (Ruß, Ölnebel, Nanopartikel aus Pyrolyse) und Gemische in die Prüfluft eingebracht werden können. Passend zum Teststoff und Anwendungsfall wählen wir die am besten geeignete Messtechnik aus einer umfangreichen Ausstattung zur Partikelcharakterisierung im Nano- und Mikrometerbereich.

 

Gasfilter

Filtertests an Adsorbentien und Gasabscheidern kurzgefasst:

  • Testgase: Kohlenwasserstoffe, SO2, H2S, NH3, NOx, andere auf Anfrage
  • Abscheideeffizienz, Durchbruchszeit, Speicherkapazität, Differenzdruck
  • Größen: bis 700 mm x 300 mm
  • Volumenstrom: 15 bis 600 m³/h

Zugehörige Teststandards in diesem Bereich sind DIN 71460-2 bzw. ISO 11155-2 und EN 15695-2. Weitere Normen oder kundenspezifische Methoden können wir auf Anfrage realisieren.

© ILK Dresden
Prüfung von Aktivkohlefiltern

Das Adsorptionsverhalten von Gasfiltern definiert sich hauptsächlich aus Abscheideeffizienz und zugehörigem Durchbruchsverlauf. Die Speicherkapazität wird bis zu einem definierten Abbruchkriterium ermittelt. Während der Beaufschlagung mit dem Teststoff wird dessen Konzentration im Rohgas und Reingas des Filters aufgezeichnet. Zusätzlich lässt sich durch anschließendes Abschalten der Dosierung das Desorptionsverhalten charakterisieren.

 

Als organische Teststoffe kommen üblicherweise Toluol, Isopropanol, Zyklohexan, Acetaldehyd, n-Hexan oder n-Butan zum Einsatz, die je nach Aggregatszustand mittels Mikropumpe und Verdampfer oder direkt über Mass Flow Controller in die Prüfluft eingebracht werden. Auch Dosiervorrichtungen für anorganische Gase (SO2, H2S, NH3, NOx, weitere auf Anfrage) sind am Prüfstand vorhanden. Die Luftkonditionierung des Prüfstands erlaubt die Einstellung definierter Randbedingungen für die Adsorption mit Temperaturen zwischen 20 und 25 °C sowie relativer Luftfeuchte von 50 bis 80 % in Abhängigkeit des Volumenstroms. Für die Konzentrationsbestimmung im Rohgas und Reingas verfügen wir über vielfältige Analysatoren zur Messung der eingesetzten Teststoffe. Hierzu gehören Flammenionisationsdetektoren, Fluoreszenzspektroskopen, Chemielumineszenz-Detektoren und FTIR – Spektroskope.