Einsatzbereiche
Charakterisierung disperser Systeme für Prozessoptimierung, Qualitätskontrolle oder Schadensanalyse in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie sowie der Materialwissneschaft
Zielstellung
Die Partikelgrößen- und Formanalyse ermöglicht eine präzise Charakterisierung fester Partikel in disperser Systeme. Neben der Größenverteilung kann die exakte Form einzelner Partikel erfasst werden. Dies verbessert die Prozesskontrolle, unterstützt die Ursachenanalyse von Defekten und optimiert Fließverhalten, Sedimentation und Reaktivität für Ihre Anwendung.
Beschreibung
Die Partikelmessung fester Partikel in wässrigen Systemen basiert auf einem bildgebenden Verfahren: Partikel werden in einer Durchflusszelle von Licht durchstrahlt und als hochaufgelöste Schattenbilder erfasst. Aus diesen Einzelbildern lassen sich Größe und Form jedes Partikels direkt bestimmen. Im Vergleich zu laserbasierten Methoden, die auf Modellannahmen zur Lichtstreuung beruhen, ermöglicht dieses Verfahren eine echte visuelle Beurteilung der Partikel. Dadurch werden nicht nur statistische Größenverteilungen erzeugt, sondern die tatsächliche Partikelmorphologie sichtbar und nachvollziehbar. Gegenüber siebbasierten Verfahren entfällt zudem die mechanische Begrenzung durch definierte Maschenweiten, wodurch auch sehr feine, weiche oder deformierbare Partikel zuverlässig erfasst werden können. Das System bietet dabei eine Vielzahl an Leistungsmerkmalen: unbegrenzte Auswertungsmöglichkeiten mit umfassender Größen- und Formanalyse, leistungsstarke Faserauswertung (unter anderem Länge und Durchmesser) sowie normgerechte oder flexible Klassierung. Die Auswertung kann sowohl als volumetrische als auch als numerische Verteilung erfolgen. Zusätzlich erlaubt die visuelle Beurteilung der Partikel eine direkte Qualitätskontrolle. Technisch deckt das System einen breiten Messbereich ab – von 0,5 µm bis 7.500 µm über vier ISO-Messbereiche hinweg – und kann selbst gröbste Partikel dank einer Messspaltbreite von bis zu 1 mm erfassen. Mit bis zu 450 Aufnahmen pro Sekunde ermöglicht es eine schnelle, automatische Größen- und Formanalyse auch dynamischer Systeme. Insgesamt entsteht dadurch ein flexibles, hochauflösendes Messverfahren, das sowohl detaillierte Einzelpartikelbetrachtung als auch robuste statistische Auswertungen komplexer disperser Systeme erlaubt und für eine Vielzahl von Anwendungen geeignet ist.