Einsatzbereiche
Nichtwohngebäude mit Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung, wie Kultur- und Verwaltungsbauten, Gebäude für Lehr und Bildung, Medizin oder Industrie
Zielstellung
Gebäudeautomationssysteme machen Gebäude effizienter, komfortabler und sicherer. Mit Hilfe von intelligenten Systemen und Technologien kann eine automatisierte Steuerung, Überwachung und Optimierung von Gebäudefunktionen erreicht werden. Für viele Gebäudearten schreibt der Gesetzgeber bereits eine digitale Überwachung und Steuerung der technischen Anlagen bereits vor.
Beschreibung
In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich das Gewerk Gebäudeautomation (GA) durch den immer komplexeren Ausrüstungsgrad von Gebäuden und deren technischen Einrichtungen zu einem Schlüsselgewerk der Technischen Gebäudeausrüstung entwickelt.
Darüber hinaus verzahnt die GA zunehmend früher eigenständig betrachtete Baugruppen und Bauteile eines Bauwerks. Die Gebäudeautomation integriert deren Funktionen, z. B. für bedarfsabhängige Lichtregelung, Verschattungsanlagen für den sommerlichen Wärmeschutz oder Fensterantriebe zur natürlichen Lüftung, in ein gesamtheitliches Betriebsregime zur Verbesserung der Energieeffizienz und Behaglichkeit, nicht zuletzt aber zur Einsparung von laufenden Betriebskosten.
Das ILK Dresden hat sich im Zusammenhang mit seinen Leistungen zur Auslegung und Optimierung technischer Gebäudeausrüstung auch auf besondere Fachkompetenz im Fachgebiet Gebäudeautomation, insbesondere auch für hoch komplexe Laborgebäude sowie Kunst- und Kulturbauten oder Verwaltungsgebäude des Freistaats Sachsen spezialisiert.
Besondere Erfahrungen liegen hier bei Sanierung und denkmalgerechter Wiederherstellung von Liegenschaften z. B. der Staatlichen Kunstsammlungen mit dem Dresdner Schloss und dem Albertinum, dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden, der Sächsischen Staatstheater mit den Spielstätten Semperoper, Großes Haus und Kleines Haus.
Für diese Liegenschaften wurden Konzepte zur zukunftssicheren Vernetzung der technischen Anlagen untersucht und Lastenhefte als "Werkstandard" für die Ausstattung im Gewerk Gebäudeautomation erstellt. Auf deren Basis hat das ILK Dresden Strategien entwickelt, im laufenden Betrieb der Liegenschaften vorhandene Teile von Bestandssystemen in ein übergeordnetes Management zu integrieren und zu modernisieren. In diesem Zusammenhang waren zugehörige Netzwerke zukunftssicher zu strukturieren und deren IT-Sicherheit zu verbessern.
Für Projekte an einer Hochschule wurden zur Verbesserung der Funktionssicherheit des örtlichen GA-Netzwerkes Einzelraumregelungen von speziellen Laboren als lokales IP-Netzwerk mit redundanten Pfaden (Ring) bis zur Schnittstelle zum GA-Campusnetzwerk (Netzwerkswitch in einem IT-Raum) konzipiert.
Im Kombination dieser redundanten Pfade mit speziell dafür geeigneten Automations- und Netzwerkkomponenten, welche mit Failover-Mechanismen unterstützen, ist es möglich, unter Nutzung eines speziellen Netzwerkprotokolls (Rapid Spanning Tree Protocol / RSTP, IEEE 802.1w), eine sehr hohe Ausfallsicherheit wichtiger Anlagen zu erzielen.
Neben der Erstellung von Konzeptionen für die Neueinrichtung und Sanierung von Gebäudeautomationssystemen und den dafür erforderlichen Netzwerken übernimmt das ILK Dresden auch die grundlegende Schulung von Betriebs- und Instandhaltungspersonal.
Um unser langjährig durch Forschungsvorhaben erworbenes und in die praktische Anwendung überführtes Wissen zur Planung von musealen Einrichtungen Interessierten weiterzugeben, haben wir gemeinsam mit Fachkollegen das "Kompendium Technik in Museen" ISBN 978-3-8007-5733-6 veröffentlicht.