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+ 100 °C / 373,15 K

Phasenwechsel Wasser-Dampf

Bei einem äußeren Luftdruck von 1,013 bar findet der Phasenwechsel von Flüssigkeit zu Dampf bei Wasser bei einer Temperatur von 100 °C statt. Das Wasser kocht und in einem offenen System (z. B. Kochtopf) bleibt die Temperatur so lange konstant, bis alles Wasser verdampft ist.

Aber Achtung, je niedriger der Luftdruck ist, desto eher fängt Wasser an zu „kochen“. Also bereits bei Temperaturen unter 100°C. Dieses Phänomen kann man in den Bergen beobachten. Auf der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands (2.962 m) kocht Wasser bereits bei 90 Grad Celsius.

Am sogenannten „Tripelpunkt“ herrschen sogar so besondere Druckbedingungen, dass das Wasser gleichzeitig in allen drei Aggregatzuständen vorliegt (flüssig, gasförmig und fest – als Eis)! Das Wasser siedet während es gleichzeitig gefriert. Die zur Verdampfung notwendige Wärme wird dem Wasser selbst „entzogen“, sodass sich Eiskristalle innerhalb der Flüssigkeit ausbilden.

Das ILK Dresden macht sich diese physikalische Eigenschaft unter anderem in dem Projekt AQVA HEAT zu nutzen und forscht daran, wie wir Wasser nutzen können, um einerseits unsere Gebäude heizen oder kühlen zu können. AQVA HEAT ist ein klimaneutrales Verfahren, dass die CO2 Emissionen, z.B. durch Heizen mit Kohle, Gas oder Öl, signifikant senken könnte. Man bedenke, dass allein der CO2-Anteil jedes einzelnen Bundesbürgers für das Heizen bei 1,75 Tonnen pro Jahr liegt. Im Zuge der „Wärmewende“ müssen für große, teils auch kurzzeitig bereitzustellende Leistungen, also zwingend neue Ansätze für die Erschließung zuverlässiger Wärmequellen gefunden werden.

https://www.ilkdresden.de/news/das-ilk-erhaelt-den-eku-innovativ-zukunftspreis-1